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Info’s zu Tausendfüßern

Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)

Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)

Überklasse: Tausendfüßer (Myriapoda)

Klasse: Doppelfüßer (Diplopoda)

Tausendfüßer (Myriapoda) auch Doppelfüßer (Diplopoda) oder Schnurfüßer sind auf der ganzen Welt zu finden außer an der Nord- und Südpolregion.                                                                                                                                                            

Tausendfüßer sind bodenbewohner die unter Fallaub und Wurzeln leben. Ihre Aktivitätszeit ist in der Dämmerung und in der Nacht.

Ihre Nahrung besteht aus toten pflanzlichen Überresten wie Blätter und faulendem, zersetzendem Holz von Buchen, Eichen, Birken. Reifes Obst und Gemüsesorten verschmähen sie aber auch nicht und es wird sehr gern genommen.

Für die Proteinversorgung bietet man Fischfutter was immer zur Verfühgung stehen kann. Außerdem eingeweichtes Hunde- oder Katzentrockenfutter. 

Narceus americanus

Auch wenn sie Tausendfüßer heißen, haben sie keine Tausend Beine. Der Tausendfüßer mit den meisten Beinen ist Illacme plenipes mit bis zu 750 Beinen, der nach 80 Jahren in Kalifornien wiederentdeckt wurde.

Am Kopf haben sie ein paar Antennen (auch Fühler genannt, damit ertasten sie Gegenstände und auch Futter) sie haben mehrere Einzelaugen über den Antennen. Der Rumpf besteht aus den ersten 4 einfachen Segmenten die nur ein Beinpaar besitzen. Die übrigen Segmente sind Doppelsegmente mit je zwei Beinpaaren, in den Doppelsegmenten haben sie auch ihre Organe. Tausendfüßer sind Tracheenatmer. Die Tracheenöffnungen befinden sich an der Unterseite (Bauchseite) an den Segmentabschnitten. Die Tracheenöffnungen befinden sich auf jeder Seite.

Die Unterseite ist weich und verletzlich, wird er bedrängt oder bedroht, rollter er sich zusammen um die Unterseite zu schützen.

Sie haben aber noch eine andere Abwehrmethode, aus Wehrdrüsen, die sich an den Seiten befinden, sondern sie ein Sekret ab das Blausäurehaltig ist. Das hinterlässt hässliche verfärbte Flecken auf der Haut, die erst nach einigen Tagen wieder verschwinden. Bei Füßer Haltern wird das mit saften bezeichnet. Es können Allergische Reaktionen ausgelöst werden. Allergiker bitte Vorsicht, sie sollten Handschuhe tragen!

Bei den Männchen ist am 7.ten Segment das erste Beinpaar zu den Geschlechtsorganen (Gonopoden) umgebildet. Die Weiblichen Geschlechtsorgane (Vulva) sind am 2.ten Beinpaar.                                                 Beim erwachsenen Männchen sind die Gonopoden deutlich zu erkennen. Sie können die Gonopoden aber auch in eine Tasche einziehen.

Bei Tausendfüßern kann eine Paarung einige Minuten bis mehrere Stunden dauern. Dazu liegen sie Bäuchlings aneinander. Dabei betasten sie sich mit ihren Fühlern und dann sieht es aus als wenn sie mit ihren Beinen gegeneinander laufen. Viele Tausendfüßer legen ihre Eier einzeln ab. Zum Schutz werden die Eier aus zerkautem Organischem Material eingehüllt, danach sehen sie dann aus wie Kotkügelchen. Einige bauen Erdhöhlen für ihre Eier. Und dann werden von einigen auch Ootheken für ihre Eier gebaut.

Nach der Eiablage dauert es dann noch einige Tage oder Wochen bis es zum Schlupf der Larven kommt. Die Larven sind Farblos und weisen nur 7 Beinpaare auf, bei jeder Häutung kommt jeweils ein Segmente mit Beinpaaren dazu.

Centrobolus spec.

Für eine reibungslose ungestörte Häutung suchen sie Verstecke unter Wurzeln/Borken oder graben sich Höhlen, dort wird die alte Haut abgestreift und nach der Häutung gefressen. Diese Prozedur kann schon mal einige Wochen dauern. In dieser Zeit sollte man sich beherrschen und nicht ständig nach den Füßern buddeln. Das stört und bei zu viel Stress oder Störungen könnten sie möglicherweise sterben.

Hier eine kleine Auswahl Bilder von verschiedenen Arten.

Pelmatojulus tigrinus 1,0, Westafrika, feuchte Galeriewälder.

Mardonius parilis acuticonus Juliformia: Spirostreptida             Jungtiere, Afrika, 16 cm.

Telodeinopus aoutii, Afrika, 16 - 18 cm.      Juliformia: Spirostreptida

Archispirostreptus gigas                     Synonym: Spirostreptus giganteus, Juliformia: Spirostreptida                 Afrika, 30 cm.

Apheloria tigana

Selber halte ich zur Zeit Archispirostreptus gigas,  Centrobolus splendidus,  Mardonius parilis acuticonus, Narceus americanus.

Spirobolida spec.                     Synonym: Rhapidostreptus virgator Juliformia: Spirobolida    Madagaskar, 11 - 12 cm.

Narceus americanus                               Juliformia: Spirobolida                                  Ost USA und Ost Kanada                         10 - 11 cm

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