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Ich erwarb 1993 als Anfänger einen Python regius, und hatte auch gleich das Problem, dass er nicht gefressen hat. Mit der Hoffnung, dass er irgendwann fressen würde, bot ich ihm alle zwei Wochen etwas an. Aber er tat mir den gefallen nicht. Nach sechs Wochen war ich das erste mal mit ihm beim Tierarzt, er bekam eine Aufbauspritze. Danach habe ich ihn regelmäßig einmal in der Woche gewogen. Als er dann irgendwann mal gekotet hat, habe ich den Kot untersuchen lassen. Kein Befund! Nach einem dreiviertel Jahr hat er dann endlich seine erste Junge Ratte gefressen. In der Zeit hat er nichts abgenommen! Die Freude darüber hielt aber nicht lange an. Er fraß wieder ein dreiviertel Jahr nicht. Aber danach konnte ich alles anbieten und er hat es genommen. Er hat in der Zeit nichts abgenommen! Nun erfreue ich mich schon seit 13 Jahren an dem Python.           Auf dem Bild der kleinere rechts.

Den zweiten Python bekam ich durch einen ungewöhnlichen umstand. In unserem damaligen Geschäft hatten wir 1994 einen Python, dem von einer Ratte ins Auge bissen wurde. Das Auge musste rausoperiert werden. Um ihm Stress zu ersparen, nahm ich ihn bis zur Genesung erst mal mit nach Hause. Damals kannten sich noch nicht alle Tierärzte mit der Narkose von Schlangen aus, er erwachte erst nach drei Tagen aus der Narkose. Dann wickelte er sich um einen Baumstamm ziemlich dicht am Strahler. Er zog sich schwere Verbrennungen zu. Als ich von der Arbeit kam sah ich die Katastrophe.

Sofort habe ich den Python rausgenommen, die Wunde gesäubert, dass Terrarium ausgeräumt und nur mit Küchentüchern ausgelegt. Nächsten morgen die Augen noch nicht ganz auf, Köpy eingepackt und ab zum Tierarzt. Der Tierarzt wollte ihn einschläfern. Aber ich wollte ihm noch eine Chance geben. Wir haben lange diskutiert. Bis der Tierarzt nachgab und mir genaue Anweisungen gab wie ich den Python behandeln sollte. Vom Tierarzt bekam ich ein Mittel um die Wunde auszuwaschen und eine Salbe zum einreiben. Nach einer Woche musste ich zur Nachbehandlung, der Tirearzt war zufrieden. So ging die Behandlung weiter. Nach drei Wochen war die Wunde komplett mit Schorf zu. Vier Wochen später bekam er den ersten kleineren Gerbil den er auch sofort nahm. Er bekam in der Zeit auch nicht so viel Futter, damit er sich nicht so oft Häuten konnte. Nach Häutungen ging ja auch der Schorf mit runter und die Wunde war wieder offen. Das ganze dauerte ein dreiviertel Jahr, dann war alles verheilt. Dann kam der schwerste Tag für mich er kam wieder ins Geschäft wenn sich jemand für den Python interessiert hat musste ich rausgehen und mein Lebensgefährte übernahm das Gespräch. Aber es wollte ihn keiner haben. Nach Vier Wochen nahm ich ihn wieder mit nach Hause. Mir waren seine Schönheitsfehler egal und ausserdem hatten wir zusammen ja eine Menge durchgemacht. So kam ich zu meinem zweiten Python.

Baby

Dicke

Wissenswertes:

Der Gattungsname Python kommt aus der griechischen Mytologie, dort war Python ein Schlangenähnlicher Drache.                                                                                                       Regius heißt Königlich und kommt aus dem lateinischen.                                                             Der Königspython wird auch Ballschlange genannt. Bei Gefahr rollt sich der Königspython  zusammen, wobei er seinen Kopf zum Schutz in der Körpermitte (Körperschlingen) versteckt. Ein Königspython wurde im Zoologischen Garten von Philadelphia fast 47 ½ Jahre gepflegt.

 

Python regius  (SHAW, 1802)          Der Königspython

Erstbeschreibung: Shaw, 1802

Reihe: Landwirbeltiere - Tetrapoda

Klasse: Reptilien - Reptilia

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)

Unterordnung: Schlangen - Serpentes

Überfamilie: Wühl- und Riesenschlangenartige - Boidea

Familie: Pythonschlangen – Python

Gattung: Python  -  Eigentliche – Python

         Art: regius

Herkunft: West und Zentralafrika. Das Verbreitungsgebiet in Westafrika erstreckt sich über: Senegal, Gambia, Sierra Leone, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zaire.                                                                                                                                              Im Verbreitungsgebiet Zentralafrika über: Sudan, Uganda, Demokratische Republick Kongo.

Aussehen:

Die Grundfarbe ist dunkelbraun bis Schwarz von hellbraunen oder gelblichen Flecken unterbrochen. Die Bauchseite ist Elfenbeinfarben bis weißlich.

Größe:

Königspython können in der Regel bis 2 m erreichen. Königspython von 1,80 cm zählen in der Terraristik schon zu den größeren Tieren

Königspython von 1,80 cm zählen in der Terraristik schon zu den größeren Tieren

Lebensweise:

Der Königspython ist Dämmerungs- und Nachtaktiv.

In seinem natürlichen Habitat lebt der Königspython am Tag sehr versteckt in verlassenen Nagerbauten oder Termitenbauten. Diese Verstecke bieten eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Erst bei Anbruch der Dämmerung wird der Königspython Aktiv.

Die Trockenzeit ist von November bis März/April.

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