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Erstbeschreibung: Merrem, 1820                    Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata Unterordnung: Echsen - Sauria (Lacertilia) Familie: Leguane - Iguanidae                     Unterfamilie: Anoles - Polychrotinae

Ursprünglich stammt der Ritteranolis aus Kuba. Im südöstlichen Florida wurden sie Eingeschleppt.

Ritteranolis erreichen eine Gesamtlänge von 55 cm. Weibchen bleiben etwas kleiner. Etwa 2/3 der Länge entfallen auf den Schwanz.                                                   Die Färbung ist ein leuchtendes grün oder dunkel grün. Von der Schnauzenspitze zieht sich ein gelber oder gelblichweißer Streifen bis zum Ohr. Ein gelber Streifen verläuft auch an der Schulter.

Wenn die Tiere sich nicht wohl fühlen, oder bei Stress, verfärben sie sich dunkel braun. Beide Geschlechter haben einen Kehlsack, der beim Aufstellen eine rosarote Färbung zeigt, beim Weibchen könnte er auch etwas heller sein.

Sie haben kräftige Gliedmaßen, starke Krallen und Haftlamellen. Die Haftlamellen ermöglichen es ihnen, an glatten Scheiben oder Wänden zu laufen. Die Krallen sind hervorragend für ihr Leben in den Bäumen geeignet.

Die Geschlechtsunterschiede, Männchen haben einen breiteren Kopf, was man bei jungen Ritteranolis aber auch noch nicht erkennen kann. Die Männchen haben eine verdickte Schwanzwurzel, im Alter von 10 - 12 Monaten kann man die Hemipenistaschen erkennen. An dem Kehlsack ist das Geschlecht nicht eindeutig zu erkennen,   beim Männchen ist der Kehlsack nur geringfügig grösser.

Ritteranolis sind tagaktiv und in ihrem Verhalten recht ruhige Tiere, wobei sich aber zwei Männchen auf keinen Fall vertragen werden. Sie sind sehr neugierig und erkunden die Umgebung außerhalb des Terrariums sehr aufmerksam. Sie werden recht zahm und nehmen auch gerne Futter aus der Hand, damit sie sich ja nicht so bewegen müssen. Das Füttern aus der Hand sollte man nur nicht zu oft machen. Dann werden sie erst richtig faul.

Das Terrarium für Ritteranolis sollte ein geräumiges Regenwaldterrarium sein. Mindestanforderung an die Terrariengröße, KRL 6 x 6 x 8 LxTxH. Die Zusammensetzung sollte 1,1 oder 1,2 sein. Männchen sind untereinander unverträglich.                                                                                                                             Die Temperaturen sollten am Tag 28 - 30°C, lokal bis 35°C, nachts kann die Temperatur auf 18 - 23 °C zurückgehen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 70 - 90% liegen.                                                                          Das Terrarium sollte mit kräftigen Ästen ausgestattet sein, hinter denen sich die Tiere auch verstecken können. Es ist darauf zu achten, dass sich die Äste nicht Kreuzen! Bleiben die Tiere mit dem Schwanz in den gekreuzten Ästen hängen, werfen sie ihn ab. Als Bepflanzung sollte man großblättrige Pflanzen nehmen, die auch als Sichtschutz dienen, damit auch die Weibchen sich dem drängen der Männchen entziehen können.

Eine gute Lichtintensität ist wichtig, ein gutes Tageslicht und UV-Beleuchtung sind dringend erforderlich. Bei sehr hohen Terrarien eignen sich HQL-Strahler um eine gute Lichtintensität zu bekommen. Als Sonnenplatz eignen sich Spotstrahler, die eine Stelle lokal auf 35°c erwärmen.                                             Ritteranolis trinken sehr viel, natürlich darf eine Wasserschale nicht fehlen. Das Terrarium sollte außerdem zweimal am Tag übersprüht werden. Oft nehmen die Ritteranolis die Wassertropfen von den Pflanzen oder von der Scheibe auf. Einmal in der Woche sollte dem Sprühwasser ein Vitaminpräparat beigefügt werden, dass nehmen sie lieber als eingestäubte Futtertiere. Bei mir haben die Ritteranolis von der Sprühflasche getrunken, wenn ich sie nur tropfen lies.

Die Nahrung der Ritteranolis ist sehr vielseitig, man kann fast sagen, dass alles was passt auch gefressen wird. Von Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Nestjunge Mäuse, kleinere Reptilien und sogar Artgenossen soweit sie dem Beutespektrum nahe kommen.

Die Fortpflanzungsperiode ist in den Sommermonaten, Weibchen vergraben ein Ei im Bodengrund. In einer Saison können bis zu 12 Eier gelegt werden.            Jungtiere sollten einzeln aufgezogen werden, da sie recht aggressiv untereinander sind.

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