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Schlangen (lat.serpentes) gehören zur Unterordnung der Schuppenkriechtiere. Ihre Vorfahren waren echsenartig. Schlangen haben einen langgestreckten Körper und bis auf wenige Ausnahmen ihre Gliedmaßen vollkommen zurückgebildet. Einige Schlangen besitzen noch rudimentäre Reste der Hinterbeine (Aftersporen) z.B. bei Riesenschlangen. Die Schlangenhaut besteht aus drei Schichten: Oberhaut - Epidermis, Lederhaut - Dermis, und der Unterhaut - Subdermis Schlangen häuten sich sich ein Leben lang. Mit zunehmendem alter wird der Zeitraum immer größer. Unter die Hornschicht, die abstirbt dringt Luft, und wird langsam vom Rest abgelöst. Dadurch kommt es zu einer Milchigen Trübung. Die Tiere sehen Matt oder schmutzig aus, die Augen sind Milchig grau. Hautzellen die darunter liegen wachsen, es wird eine neue Hautschicht gebildet, die kurz darauf verhornt. In dieser Zeit stehen sie ihrer Umwelt schutzlos gegenüber. Ist die neue Haut verhornt, fängt die Schlange an sich mit der Schnauzenspitze zu reiben. Die alte Haut reißt auf und die Schlange kriecht durch enge Spalten, rauhe Astgabeln, über rauhe Steine um die alte Haut abzustreifen. Nach der Häutung sind die Augen wieder klar und die Schuppen klar gefärbt. Die alte Haut wird Exuvie oder Natternhemd genannt. Schlangen können unterschiedliche Reize ihrer Umwelt wahrnehmen. Alle Schlangen können Gerüche wahrnehmen. Die Geruchstoffe werden mittels der gespaltenen Zunge in das Jacobsonsche Organ (kleine Vertiefungen im Gaumen) geführt und analysiert. Mit den Spitzen der gespaltenen Zunge können sie unterschiedliche Gerüche wahrnehmen und Informationen daraus gewinnen. Es ermöglicht ihnen das Ausfindig machen von Beutetieren oder paarungsbereiten Geschlechtspartnern. Züngelt eine Schlange häufig, erkundet sie ihre Umgebung. Es gibt Sinnesorgane zur Wahrnehmung infraroter Strahlung. Grubenottern haben so ein Sinnesorgan das Grubenorgan, es sitzt zischen dem Auge und dem Nasenloch. Mit denen können sie Temperaturunterschiede bis 0,003°C wahrnehmen. Riesenschlangen haben Labialgruben sie sind in den Schuppenreihen von Ober- und Unterlippe. Sie sind nicht so empfindlich wie das Grubenorgan können aber Temperaturunterschiede bis 0,026°C wahrnehmen. Bis Heute wurden etwa 3000 Arten beschrieben.
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