Lateinischer Name: Uroplatus fimbriatus                            Deutscher Name: Plattschwanzgecko        Englischer Name: Leaf-tailed gecko                                                                                                      Erstbeschreibung: Schneider, 1797
Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata
Unterordnung: Echsen - Lacertilia (veraltet Sauria)
Überfamilie: Geckoartige - Gekkota
Familie: Geckos - Geckonidae
Unterfamilie: Eigentliche Geckos - Geckoninae

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Die Blattschwanzgeckos Leaf-tailed gecko -  Plattschwanzgeckos setzt sich aus dem griechischen:
uro - Schwanz und platus - platt zusammen, sie werden auch Uroplaten genannt.                                                                                                                                                                                                                                Die Gattung Uroplatus wurde von Duméril, 1806 beschrieben. Die Typusart, Uroplatus fimbriatus, wurde von Schneider 1797 schon als Stellio fimbriatus beschrieben. Zur Zeit gibt es 11 Arten und 1 Unterart.
Herkunft:
Diese Geckos bewohnen das gesamte östliche Madagaskar und die Inseln Nosy Bohara und Nosy Mangabe.
Beschreibung:
Tropische Regenwälder sind ihre Heimat. Waldgebiete mit hohen Niederschlägen, und lang
anhaltenden Regenzeiten, und es gibt keine langen Trockenzeiten in diesen Gebieten.
Sie halten sich überwiegend an armdicken Bäumen auf und bevorzugen den unteren Stammbereich. U. fimbriatus besitzt die Fähigkeit Farbe und Musterung stark zu verändern. Die Farbe kann grau, braun oder rotbraun sein mit einer mehr oder weniger starken Musterung. Sie haben einen schmalen Hautsaum, der sich am gesamten Körper und den Gliedmaßen erstreckt. Dieser Hautsaum dient einer hervorragenden Tarnung. Sie verschmelzen so zu sagen mit dem Untergrund.
Uroplatus fimbriatus ist einer der großen Vertreter seiner Gattung. Er kann eine Gesamtlänge von über 30 cm erreichen.
Terrarium:
Die Mindestanforderung an die Terrariengröße, gemessen an der KRL sollte 6x6x8 LxBxH betragen,
für ein Paar. Für jedes weitere Tier sind 15% zur Grundfläche zu zurechnen. Allerdings sollte man an der Höhe nicht sparen, und die Höhe lieber etwas großzügiger bemessen.
Für den Bodengrund kann man Cocoserde und mittelgrobe oder feine Pinienerde verwenden, oder auch einen Teil mit Moos auslegen, denn die halten die Feuchtigkeit sehr gut.
Die Luftfeuchtigkeit sollte am Tag 70 - 80% betragen, und in der Nacht auf 100% steigen. Bei
U. fimbriatus ist es zu empfehlen, einen Nebler mit einzubauen, um eine konstante
Luftfeuchtigkeit zu halten.
Das Terrarium sollte zweimal am Tag übersprühen werden. Da nehmen die Geckos auch die Wassertropfen von den Blättern auf. Bei meinen Geckos habe ich nicht beobachten können, dass sie an die Wasserschale gegangen sind. Trotzdem ist eine Wasserschale bereit zu stellen.
Die Einrichtung sollte aus Armdicken Ästen bestehen, die senkrecht aufgestellt werden sollten. An der Bepflanzung sollte man nicht sparen und das Terrarium üppig bepflanzen. Das bietet auch Sichtschutz und Versteckmöglichkeiten.
Die Tagestemperaturen sollten 22 - 25°C betragen. Es sollte eine lokale Wärmequelle Angeboten werden, unter der eine Temperatur von 30°C erreicht wird. Nachts kann die Temperatur auf 20 - 22°C fallen, man sollte allerdings darauf achten, dass die Temperatur nicht unter 20°C fällt.
Als Beleuchtung benötigt man eine Neonröhre mit einem UV-B-Anteil von 5%. Einen
Wärmestrahler, unter dem die Temperatur auf 30°C steigen darf, und damit sie sich auch
Sonnen können. Bei Hohen, gut bepflanzten Terrarien, wird man eventuell noch ein
zusätzliches Tageslicht benötigen.
Die Nahrung besteht aus den verschiedensten Gliedertieren, am liebsten jedoch große
Heuschrecken und große Schaben. Die Futtertiere sollten einmal in der Woche mit einem
Vitamin-Mineralstoffpräparat eingestäubt werden.
Wenn sie bedroht werden oder sich gestört fühlen reissen sie ihr Maul weit auf, läßt man sie dann nicht in Frieden, können sie auch sehr kräftig zubeissen. Das ist ganz schön schmerzhaft!
Sie sind auch zu Lautäußerungen fähig, dass hört sich an als wenn man einer Katze auf den Schwanz tritt.

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Klimatabelle von Fianarantsoa

Monat

Tages  Temperatur

Nacht  Temperatur

Luftfeuchte

Regentage

Januar

27°C

18°C

80%

18

Februar

26°C

18°C

82%

20

März

26°C

18°C

80%

17

April

25°C

16°C

78%

12

Mai

23°C

14°C

79%

7

Juni

20°C

13°C

81%

9

Juli

21°C

11°C

82%

14

August

21°C

12°C

79%

8

September

24°C

12°C

73%

6

Oktober

25°C

15°C

71%

7

November

27°C

17°C

71%

10

Dezember

27°C

18°C

77%

20

Klimatabelle von Antsirabe

Monat

Tages  Temperatur

Nacht  Temperatur

Luftfeuchte

Regentage

Januar

26°C

15°C

73%

18

Februar

26°C

15°C

75%

17

März

26°C

14°C

73%

14

April

25°C

13°C

69%

11

Mai

24°C

9°C

69%

6

Juni

22°C

7°C

68%

4

Juli

23°C

7°C

66%

6

August

23°C

6°C

62%

4

September

26°C

7°C

54%

5

Oktober

27°C

10°C

54%

9

November

28°C

13°C

55%

10

Dezember

26°C

14°C

69%

19

Zucht:
Bei Männchen lassen sich gut die Hemipenistaschen erkennen. Es gibt bei U. fimbriatus keinen Paarungsbiss.
Die Weibchen legen ihre Eier nach dem aushärten im Boden ab. Bis zum aushärten werden die Eier mit den Hinterbeinen festgehalten.
Bei einer Inkubationstemperatur von 28°C, und einer Luftfeuchtigkeit gleich der Tag -
Nachtfeuchte dauert es 90 - 100 Tage bis zum Schlupf der Jungen.
Die Jungen sind beim Schlupf ca. 6 - 7 cm groß. Die ersten Tage sind meistens sehr heikel.
Besonders wichtig ist eine Luftfeuchtigkeit von über 75% und Temperaturen von 25 - 28°C.

Uroplaten sind heikel in der Haltung und daher sollte man die Pflege erfahrenen Terrarianern überlassen.                                                                                                                                                Schutzstatus: Alle Uroplaten sind im WA ll Anhang b aufgeführt.                                                         2006 wurde der Export dieser Geckos nahezu vollständig eingestellt.

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